Zauberhafte Puppenwelt
Niedliche Puppenkinder aus Naturmaterialien
Über mich
Wie eine Häwelpuppe entsteht
Und das ist meine Schatzkammer
Ich liebe neue Stoffe und Wolle!
Sehr am Herzen liegen mir die Bücher vom Verlag Freies Geistesleben. Ich habe viele Exemplare (meine Favoriten stehen im Schrank), die ich immer wieder gerne durchblättere. Ich bin zwar nie wirklich dazu gekommen, etwas aus den Büchern nachzuarbeiten, aber die Texte und Bilder strahlen eine unendliche Ruhe aus, die ich beim nähen gut gebrauchen kann.
Und Gedanken zu den Waldorfpuppen
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Wie aus dem Märchen
Puppen haben mich schon immer begeistert. Als Kind habe ich mit ihnen gespielt und als ich eigene Kinder bekam, war es für mich mindestens genauso schön, ihnen Puppen zu schenken und ihnen beim spielen zu zusehen. Doch erst vor etwa 14 Jahren bin ich auf den Geschmack gekommen selber Puppen zu nähen. Seitdem habe ich immer wieder Kurse besucht, mich weiter gebildet und vor allem jede Menge Puppen genäht!
Nun möchte ich mich kurz vorstellen:
Mein Name ist Gisela Christina Santen und ich lebe mit meiner Familie in einem Dorf zwischen Köln und Bonn. Ich habe vier Kinder (zwei Mädchen und zwei Jungen), die mich sehr auf Trab halten und oft zur gleichen Zeit meine Aufmerksamkeit fordern.
Zum Glück wohnen wir aber in einem großen Haus mit Garten, so dass jeder genügend Freiraum hat und wir uns nicht ständig auf die Füße treten.
In der Zeit als ich noch keine Mutter war, übte ich meinen Beruf als Schauwerbegestalterin aus. Parallel dazu habe ich drei Jahre eine Kunstschule besucht. Meine Hobbys ließen sich damit stets gut vereinbaren. Ich gestalte und dekoriere und habe auch sonst Spaß an kreativen Arbeiten. Außerdem backe ich gerne (kochen eher nicht, weil ich das jeden Tag tun muss), habe ein großes Herz für Schottland und verschlinge alles was mit Harry Potter zu tun hat.
Doch bis ich zu meinem größten Hobby angelangt bin, habe ich viel ausprobiert: Seidenmalen, töpfern, basteln etc., um nur einiges davon zu nennen. Aber das habe ich meistens genauso schnell wieder aufgegeben, wie ich damit angefangen habe. Denn irgendwie hat es mir nie richtig zu gesagt. Dann habe ich meinen ersten Puppenkurs besucht und wusste sofort, dass ich endlich ein Hobby gefunden hatte, das zu mir passt. Der Gedanke, sie auch selber herstellen zu können, war für mich der größte Anreiz. Eine Zeit lang habe ich sogar selber Kurse geleitet.
Außerdem habe ich mit dem modellieren angefangen. Das ist eine ziemlich kniffelige Arbeit. Wenn man den Profis über die Schuler schaut sieht es sehr einfach aus, aber wenn man sich selber ranwagt, braucht man viel Geduld und ein Auge für die Gleichmäßigkeit der Proportionen. Weil ich immer schnell Ergebnisse sehen möchte, übe ich mich in Babygesicherten.Ich versuche alles schön rund zu machen. Denn ein rundes Gesicht ohne Ecken und Kanten ist wesentlich einfacher zu modellieren. Am Anfang war jedes Baby ein Troll, dabei wollte ich mir die markanteren Wesen, wie Elfen und Zauberer für später aufheben.
Eine Häwelpuppe kommt selten allein.
Wie das Trippeln von Kinderfüßen, höre ich sie in meinem Kopf näher kommen - und so klar, wie ein Kinderlachen, nehmen sie vor meinen Augen Gestalt an.
Ich bin nicht nur eine glückliche Mama, sondern auch eine Puppenmacherin, die unerschiedliche Vorstellungen von ihren Puppen/Kindern hat. Die Kinder wachsen manchmal so schnell, dass man meinen könnte, sie wären in ihren Hosen durch Hochwasser gewatet. Als Mutter will man sich nie eingestehen, dass die Kinder langsam groß werden.
Doch als Puppenmacherin kann man es kaum erwarten, bis die Puppen endlich ausgewachsen vor einem sitzen. (Dann ärgert man sich höchstens, dass das Kleid zu lang oder zu kurz geraten ist, aber nie anders herum ;o)
Dieser Schaffensprozess dauert bei mir mehrere Tage. Die Häwelpuppenpuppen wachsen nicht nur, sie gedeihen in meinen Händen. Meine Ideen springen nicht wie frisch gedruckte Blätter aus einem Kopierer, sie brauchen Zeit, bis sie verwirklicht werden können. Die Vorfreude ist mein ständiger Begleiter. Ich suche Stoffe aus, die zu meinem neuen Puppenkind passen sollen. Manchmal passt nichts auf Anhieb, dann muss ich weiter suchen, mein Lager auf den Kopf stellen und solange ausprobieren bis ich eine Kombination gefunden habe, die von der Farbe der Mütze bis runter zu den Socken harmoniert. Hierbei gebe ich mir immer sehr viel Mühe.
Ich nähe meine Puppen so wie sie mir gefallen. Sehr oft habe ich ein ganz bestimmtes Bild in meinem Kopf. Es hat sich während des Schaffens selbst definiert und mich in seinem fertigen Antlitz überrascht. So versuche ich aus etwas bekanntem etwas neues entstehen zu lassen. Ähnlichkeiten zu anderen Puppen lassen sich zwar nicht immer vermeiden, aber wenn man bedenkt, dass es nur eine gewisse Anzahl von Stoffen gibt, lässt sich so manche Ähnlichkeit leicht erklären.
Es liegt nicht in meinem Interesse etwas zu kopieren. Ich habe selber genug Ideen, die ich auf meine Art umsetzte. Ich lasse mich von Kindermode und deren Farben inspirieren. Man kann eigentlich überall Dinge finden, die zu einer Puppe passen. Denn eine Puppe, sollte nach meiner Meinung, nicht weniger vom Leben haben als wir Menschen.
Ich sage das, weil ich mir wirklich immer wieder neue Dinge für meine Puppen einfallen lasse. Ich bin kein Kind, das sie mit Spinat füttert, aber ich gebe ihnen einen Löffel in die Hand und setze sie vor einen dampfenden Babybrei, wenn mir die Idee für ein neues Motivbild gefällt. :o)
Ganz oft, bringen mich diese Ideen auf andere Ideen. Ich schreibe Geschichten zu meinen Häwelpuppen, in denen sie eine Stimme bekommen und kleine Erlebnisse haben. Puppen sind etwas lebendiges. In ihrem Körper schlägt kein Herz, aber wenn man sie mit Liebe näht, springt ein Funke über, der sich dort einnistet, wo man ihr Herz vermuten könnte.
Eine Puppe bekommt ihren Charakter von der Puppenmacherin. Sie macht sie zu dem, was sie gerne in ihr sehen möchte. Letztendlich sind es aber die Kinder, die ihre Puppe weiter erziehen. Sie sehen ihrem Gesicht an, wie sie gerade gelaunt ist.
Ich sehe sehr viel in meinen Häwelkindern.Ich kann sie an ihren kleinen Unterschieden erkennen, die auch über die Haar und Augenfarbe hinaus gehen. Manche Menschen mögen meinen, dass alle Stoffpuppen die nach dem Vorbild der Waldorfpuppen
genäht werden, gleich aussehen. Man könnte sie anstelle einer Schafherde auf eine Weide stellen. Aber auch für einen Schäfer sieht jedes seiner Schafe anders aus, weil er sie über viele Jahre kennt.
Wenn man seit so vielen Jahren Puppen näht wie ich, entsteht diese Nähe. Man fühlt sich mit den Puppen verwurzelt. Man verrichtet an ihnnen eine Arbeit, die man gerne tut. Es hat einen erfüllenden Sinn - man nimmt sich gerne Zeit, weil man viel zurück bekommt.
Die Sternenkinder Moony und Luna die von ganz oben die Sterne herabregnen lassen, sind meine Maskottchen. Sie verzaubern die Seite und sind die kleinen Gehilfen vom Sandmann, der übrigends auch seinen Gruß hier hinterlassen hat. Das sanfte Abendblau erinnert an ein bekanntes Kinderlied.
La le lu, wenn die kleinen Babys schlafen
Ganz müde vom langen Tag, gehen sie in ihr Bettchen und reiben sich die Augen. Die Spieluhr wird aufgezogen und nach einem letzten Gute-Nacht Kuss, geht das Licht aus.
Das ist jedenfalls mein Gedanke, wenn ich mir die Seite anschaue - und damit bin ich eigentlich ganz glücklich.
Ich habe schon einmal erzählt,
dass meine ganzen Bemühungen eine Puppenwerkstatt aufzubauen mit einem Stofflager angefangen haben. Hier bewahre ich meine Stoffe, Wolle, Knöpfe, Borden und anderes auf. Mindestens einmal am Tag besuche ich meine Schätze und lege des öfteren neue Dinge dazu. Im Sommer habe ich mein Nähzimmer im englischen Landhaustil bekommen; und mittlerweile habe ich auch einen separaten Raum für meine Puppenkinder (wie sagt man so schön? Alle guten Dinge sind drei ;-) ). Das Zimmer ist noch nicht fertig eingerichtet, aber das erste Regal steht schon an seinem Platz. Eigentlich möchte ich immer ein paar Puppen behalten, damit ich sie zeigen kann. In diesem Jahr habe ich mich allerdings von meinen Lieblingen getrennt, weil ich mir dachte, dass ich sie für diesen Zweck angefertigt habe. Mir sind nur wenige geblieben, die bei mir zu Hause auf neugierige Besucher warten. Vom Kindergarten in unserer Nähe haben wir öfters Besuch, aber auch wer etwas weiter weg wohnt, und trotzdem gerne mal bei mir vorbeischauen möchte, ist herzlich eingeladen :-).
Der Who is Who Verlag Deutschland hat meine Kurzbigraphie mit Hintergrund der Waldorfpuppen veröffentlicht. Who is Who ist eine große Enzyklopädie, weltweit bekannt und ein informatives Nachschlagewerk.